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Mit Sketchnotes im Advent innehalten und Dich mit Dir selbst verbinden

Eine EInladung zu Achtsamkeit und Auftanken mit 1+4 praktischen Übungen

Auf dem online Sketchnote Barcamp 2021 am 10./11.12.21 habe ich eine Session dazu gehalten, wie Du mit Sketchnotes in der Adventszeit innehalten und Dich mit Dir selbst verbinden kannst. Die Session bestand aus einer geleiteten adventlichen Fantasiereise, einem Methoden-Köfferchen mit 4 Sketchnotes-Übungen zum Reflektieren und dem Ideen-Ping-Pong zwischen den Teilnehmenden. Hier im Blog-Artikel fasse ich die Fantasiereise und die 4 Übungen für Dich noch einmal zusammen, damit Du sie im Selbstcoaching für Dich durchführen kannst. So kannst Du in der oftmals als kräftezehrend erlebten Adventszeit Deinen Blick achtsam auf Deine inneren Wünsche und Bedürfnisse richten und wieder etwas Energie auftanken. Schaffe Dir dafür ein Zeitfenster von 30-45 Minuten an Deinem Wohlfühlort. Bereite Dir ein Lieblingsgetränk zu. Lege Stifte und Dein Journal/ Notizbuch bereit. Zünde Dir eine Kerze an. Bereit? Los geht's!

Fantasiereise durch einen Adventsabend

Um das Hamsterrad des Alltags zu stoppen, in einen Modus des Durchatmens zu Kommen und damit Dein Gehirn für Achtsamkeit und Kreativität zu öffnen, starten wir mit einer Fantasiereise, die ich Dir im Aktuell-Bereich meiner Webseite als pdf zur Verfügung stelle. Lies Dir die Fantasiereise durch oder nimm Sie Dir vorab als Sprachnachricht auf und höre sie Dir an. Komm nun mit auf eine Fantasiereise durch einen gemütlichen Adventsabend! 

Sketchnote-Übung 1: Adventsgefühl

Wenn Du von der Fantasiereise zurück bist, spüre einmal nach, welche Gefühle sich in Deinem Körper ausgebreitet haben. Nun überlege für Dich: Mit welchem Gefühl möchtest Du durch die weitere Adventszeit gehen? Zeichne für dieses Gefühl ein kleines Symbol auf und schreibe ein Wort dazu! Platziere Dir diese kleine Visualisierung an einem Ort, wo Du sie jeden Tag siehst, sodass Du immer an Dein Adventsgefühl erinnert wirst. Klebe es zum Beispiel als Post-it an Deinen Badezimmerspiegel, lege das Bild auf Deinen Schreibtisch oder stelle es als Bildschirmschoner auf Deinem Handy ein. 

 

Sketchnote-Übung 2: Akku-Ladestand

Als nächstes wollen wir uns einmal Deine Energie genauer anschauen. Wenn wir uns erschöpft und ausgelaugt fühlen, ist es oft ein diffuses Gefühl. Der erste Schritt zum Auftanken ist, sich dieses diffuse Erschöpft-Sein einmal genauer anzusehen, also zu schauen, welche Facette unserer verschiedenen Lebensbereiche gerade wenig Energie hat. Dafür eignet sich die Übung Akku-Ladestand. Zeichne Dir vier Akku-Symbole, ähnlich wie im Bild links auf. Jede Säule steht für einen anderen Lebensbereich: a) Körper & Gesundheit (sowohl physisch als auch psychisch) b) Soziale Beziehungen (wie Familie, Partnerschaft, Freunde, Kollegen) c) Arbeit & Leistung (bezahlte Arbeit, aber auch unbezahlte, wie Ehrenamt, Familienarbeit, Vereinstätigkeit usw.) c) Werte & Sinn (womit Du auf ein höheres Lebensziel hinarbeitest). Nun schätze einmal für jede Säule getrennt ein, wie hoch gefüllt Dein Akku-Ladestand jetzt im Moment ist. Wenn Du soweit bist, hast Du schon ein genaueres Bild davon, welches Säulen gut gefüllt sind und als ausgleichende Ressource dienen, und welche Säule aktuell möglicherweise ein bisschen mehr Aufmerksamkeit benötigt... Im nächsten Schritt schreibe Dir 1 bis max. 3 Dinge auf, auf die Du in der Adventszeit Deinen Fokus legen möchtest. Nimm Dir lieber eine ganz kleine Sache vor, die realistisch zu schaffen ist, als drei ganz große Dinge.

Sketchnote-Übung 3: Self-Care-Menü

Nun ist eine Liste zum Wohlfühlen an der Reihe! Erstelle Dir Dein ganz persönliches Self-Care-Menü. Zeichne kleine Symbole für Dinge, die Dir persönlich gut tun, bei denen Du Kraft tanken kannst, wobei Du Energie schöpfst und bei denen Du Dein Wohlbefinden nährst. Bewahre die Liste so auf, dass Du Sie schnell finden kannst, z.B. in Deinem (Bullet) Journal oder hefte sie an Deine Pinwand. Plane Dir am besten regelmäßige Termine für Zeit mit Dir selbst ein oder schiebe bei Bedarf Me-Time zwischendurch ein. Dann brauchst Du nicht groß überlegen, sondern wählst aus Deinem Self-Care-Menü einfach etwas passendes aus!

Sketchnote-Übung 4: Dein/E Innere/r Freund/in

Zum Abschluss lade ich Dich ein, Deine innere Freundin bzw. Deinen inneren Freund kennenzulernen. Das Pendant dazu ist Dir möglicherweise schon besser bekannt: Deine innere Kritikerin bzw. Dein innerer Kritiker. Diese bekommen von uns viel zu viel Aufmerksamkeit. Mit dieser Übung hier lade ich Dich ein, Deine innere/ Kritiker/in auf stumm zu schalten und Deiner inneren Freundin/ Deinem inneren Freund ein Gesicht zu geben. Deine innere Freundin/ Dein innerer Freund ist eine Person, die wohlwollend und wertschätzend auf Dich blickt, diese Person ist unterstützend und Dir freundlich zugewandt. Stell Dir im ersten Schritt erst einmal vor, die diese Person aussieht? Ist sie ein unbeschwertes Kind, ein fürsorglicher Mensch mittleren Alters, eine väterliche/ mütterliche Person oder ein verrückter Teenager? Oder ist es eine ganz andere (Fantasie-) Figur? Welche Kopfform, welche Harre zeichnest Du ihr? Welche Körperform, welche Kleidung? Gibt es noch besondere Assessoires? Male in einem zweiten Schritt Deiner Figur eine nach oben geöffnete Hand und zeichne dort ein Symbol hinein, das dafür steht, was die Person Dir mitgibt. Zum Beispiel ein Herz für Liebe, einen Diamant für Wertschätzung oder ein Schild für Schutz. In einem dritten Schritt male nun eine Sprechblase und schreibe einen Satz hinein. Welche Botschaft, welche Aufmunterung oder welchen Rat möchte Dir Deine innere Freundin/ Dein innerer Freund mit auf den Weg geben? Erinnere Dich im Lauf der Adventszeit immer mal wieder an Deine innere Unterstützerin, an Deinen inneren Befürworter und schalte die innere Kritikerin/ den inneren Kritiker öfter mal auf stumm oder zumindest leiser.

Ideen-Ping-Pong mit anderen

Hilfreich ist es danach sich mit anderen zu Deinen Erkenntnissen auszutauschen. Dann gewinnst Du meist noch weitere Perspektiven und neue Ideen kommen hinzu! Ich wünsche Dir gute Erkenntnisse und viele Momente zum Innehalten. Und hoffe, Du kannst Dich dadurch ein Stück weit mehr mit Dir selbst verbinden.

 

Deine NicoleVISUELL

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